Aufruf zum Antikriegstag 2026 in Darmstadt

Friedensfähig statt kriegstüchtig!

Gemeinsam auf die Straße am Antikriegstag 2026

Dienstag. 1. September 2026, 17 Uhr, Marktplatz, Darmstadt

Am 1. September erinnern wir an den Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen im Jahr 1939 und damit an den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Der Antikriegstag mahnt uns: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Diese Lehre ist heute aktueller denn je. Die Welt erlebt eine gefährliche Zeit. Kriege und bewaffnete Konflikte nehmen zu. Die Militärausgaben erreichen Jahr für Jahr neue Rekordhöhen. Internationale Abkommen zur Abrüstung und Rüstungskontrolle werden aufgekündigt. Das Völkerrecht wird immer häufiger missachtet, ob in der Ukraine, in Gaza, im Iran, im Sudan oder anderswo. Statt auf Diplomatie, Zusammenarbeit und gemeinsame Sicherheit setzen immer mehr Regierungen auf Aufrüstung, Machtpolitik und militärische Stärke. Auch in Deutschland erleben wir eine politische Debatte, in der von "Kriegstüchtigkeit" gesprochen wird, während Milliarden für Rüstung bereitgestellt werden. Kriege sollen vorstellbar werden, durch die Abschaffung der Zivilklausel an Hochschulen, durch die Einführung der Wehrpflicht, durch Werbeveranstaltungen der Bundeswehr an Schulen. Seite von 2 3 Sicherheit entsteht durch soziale Gerechtigkeit, demokratische Teilhabe, gute Arbeit, Bildung, einen starken Sozialstaat und internationale Zusammenarbeit. Sicherheit entsteht, wenn Menschen in Würde leben können und Konflikte durch Dialog statt durch Gewalt gelöst werden. Wir wenden uns gegen eine Politik, die den militärischen Ausgaben Vorrang gibt vor der Finanzierung der sozialen und ökologischen Zukunftsaufgaben.

Während Schulen, Krankenhäuser, Kommunen und öffentliche Infrastruktur unterfinanziert sind, Leistungen der Krankenkassen bis hin zu den Rentenkasse gekürzt werden, fließen immer größere Summen in die Aufrüstung. Das verschärft gesellschaftliche Spaltungen und gefährdet den sozialen Zusammenhalt.

Wir wenden uns gegen:

  • Waffenlieferungen in Krisen und Kriegsgebiete
  • Neue Mittelstreckenwaffen in Deutschland
  • Die Wiedereinführung der Wehrpflicht

Wir treten ein für:

  • Frieden, Diplomatie und internationale Verständigung
  • Die Stärkung des Völkerrechts und der Vereinten Nationen
  • Abrüstung statt Aufrüstungsspiralen
  • Eine restriktive Rüstungsexportpolitik
  • Investitionen in Bildung, Gesundheit, Klimaschutz und soziale Sicherheit
  • Solidarität über Grenzen hinweg
  • Die Verteidigung von Demokratie und Menschenrechten

Wir wissen: Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg. Frieden braucht soziale Sicherheit, Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung. Wer eine friedliche Zukunft will, muss die Ursachen von Konflikten bekämpfen - Armut, Ausbeutung, Ungleichheit, Umweltkrisen, Nationalismus, wirtschaftliche Interessen. Der Antikriegstag ist ein Tag des Erinnerns. Aber er ist auch ein Tag des Handelns. Gerade jetzt braucht es eine starke Friedensbewegung. Gerade jetzt braucht es Menschen, die ihre Stimme gegen Militarisierung, Hass und Krieg erheben. Gerade jetzt braucht es eine breite gesellschaftliche Debatte darüber, wie wir Frieden, Sicherheit und Freiheit für alle Menschen sichern können.

Kommt mit uns auf die Straße!

Für eine Welt ohne Krieg.

Für Abrüstung und internationale Solidarität.

Für soziale Gerechtigkeit und Demokratie.

Für eine friedensfähige statt kriegstüchtige Gesellschaft.

Nie wieder Krieg. Nie wieder Faschismus.

Frieden ist die Zukunft.